Frauensprechstunde im Krankenhaus.

Pakistan und Togo

Täglich sterben ca. 5.000 Menschen weltweit an Tuberkulose. Die Heilung dieser schlimmen, oft tödlichen Infektionskrankheit, ist heute medizinisch kein größeres Problem und kostet nur etwa 50€ pro Fall.

Pakistan

Das Aid to Leprosy Patients (ALP) Hospital in Rawalpindi deckt ein Gebiet von etwa 206.000 km² mit ca. 90 Millionen Einwohnern ab. Es handelt sich dabei um das einzige staatlich anerkannte Krankenhaus in ganz Pakistan, das Patienten mit multiresistenter Tuberkulose aufnimmt. Die wichtige Aufgabe, Patienten mit multiresistenter Tuberkulose zu betreuen, konnten mit der Spende von ZF hilft e.V. angenommen werden. "ZF hilft." stellte die langwierige und kostenintensive Behandlung der Patienten über drei Jahre sicher.

Ohne eine Behandlung ist die Überlebenschance der Patienten sehr gering und die Ansteckungsgefahr für Menschen in der Nähe der Patienten mit dieser tödlichen Krankheit extrem hoch.

Togo

"ZF hilft." unterstützte die Arbeit im Centre Dermatologie in Lomé.

Das Centre Dermatologie in Lomé ist die Zentrale des landesweiten Lepra- und Tuberkulosekontroll-Programms und beherbergt neben dem DAHW-Büro auch das zentrale Medikamentenlager sowie ein Referenzlabor, ein Sprechzimmer für ärztliche Untersuchungen und eine orthopädische Werkstatt.

Weiterhin kamen Spenden dem Nationalen Tuberkulose- und Lepra-Kontrollprogramm, Togo zugute.

©DAHW/ Thomas Einberger Schuhspenden die in einer Reihe stehen.

Die Spende von ZF hilft e.V. hat in großem Umfang dazu beigetragen, dass neue Leprapatienten gefunden und behandelt werden konnten. Unter ihnen befanden sich auch Kinder und Erwachsenen, die aufgrund der fortgeschrittenen Krankheit bei Diagnosefeststellung bereits Behinderungen davongetragen hatten. Darüber hinaus konnten weitere Personen, die offiziell bereits als geheilt gelten, aber nach wie vor unter den Folgen von Lepra leiden, medizinisch und sozial betreut werden. Es wurde orthopädisches Schuhwerk gefertigt. Die Anfertigung solcher Schuhe kostet im Schnitt nur 10 Euro, bewahrt die Patienten aber vor schweren Verletzungen an den Füßen.

Im Bereich der Tuberkulose konnten mit Unterstützung von "ZF hilft." 2.493 neue Fälle diagnostiziert und behandelt werden.

Mit der Spende konnten auch 10.000 Probengefäße und Reagenzien für die Labor gekauft sowie das Zentrallager aufgestockt werden. Zudem konnten über 4.000 freiwillige TB-Helfer geschult werden, damit sie die ersten Anzeichen von Lepra- und Tuberkulose erkennen und die Patienten zur Diagnose an das Referenzzentrum in Lomé verweisen können.

©DAHW Medikamentenlager.

Mit der Unterstützung von "ZF hilft." konnte darüber hinaus die Infrastruktur zur Behandlung der Patienten aufrechterhalten werden. Für die fachkundige Versorgung der Patienten in 35 Distrikten waren vier Ärzte, ein Laborassistent, zwei Fachangestellte in Leprakunde, ein Automechaniker, zwei Verwaltungsangestellte, vier Fahrer zur aktiven Fallsuche nach Patienten und Verteilung von Medikamenten, drei Wachmänner zur Sicherung der Büro- und Lagerräume, ein Lagerist und ein Supervisor im Einsatz.

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